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THEMA: Platte für 190 kN mittige Last

Platte für 190 kN mittige Last 20 Mär 2018 18:07 #62965

  • Fantomas
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Sie wollen uns ernsthaft erzählen, dass es im Umland Bremen keinen Geologen gibt, der Ihnen eine fundierte AUssage zur Tragfähigkeit des Bodens machen will?

Das hat ja möglicherweise einen Grund.

Leute gibts...
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Platte für 190 kN mittige Last 21 Mär 2018 12:05 #62968

  • kranix
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Hi Fantomas,

was ich geschrieben habe ist Fakt. Ich habe sechs regionale Kranfirmen angefragt. Vier haben ihre Außendienstler geschickt. Jeder fand ein anderes Haar in der Suppe. Keiner stimmte einem Belastungstest zu. Wenn alle gesagt hätten, gemäß Sicherheitsrichtlinie brauchen wir 3 m² Baggermatten pro Stütze, wäre alles klar gewesen. So ist es aber eben nicht. Zwei wollen die Straße mit 50 t pro Stütze belasten. Unter der Strasse liegt derselbe Sand wie unter dem Humus. Nur ist unter dem Makadam 0,5 m Kies auf den Sand geschüttet. Wenn die Straße unter der künstlich erzeugten Last nachgibt, fällt der 220 t Kran um und der Schaden ist immens. Das angefragte Ingenieurbüro für Baustatik und Bauphysik aus der Region hier antwortet nicht. Das alles machte mich stutzig.
Auch hier im Statikerforum bekomme ich ja keine Hilfe bezüglich der Dicke des Betons, den meine Druckplatte braucht. Alle haben unterschiedliche Einwände bezüglich des Baugrundes, ich will aber nicht bauen, sondern die Platte eine Stunde auf weichem Grund belasten ohne dass sie bricht. Keiner hat eine Formel für die Platte, keiner macht ein Angebot...

Somit ist die Angelegenheit klar: Keiner traut sich. Zu ungewöhnlich, zu unsicher... Alle verdienen genug am Üblichen, warum soll man sich da auf's Eis wagen?
Das sind Feststellungen, keine Vorwürfe.

Danke, ich habe verstanden.

Freundliche Grüße
kranix
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Platte für 190 kN mittige Last 21 Mär 2018 13:21 #62975

  • markus
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hi,

deine denkweise funktioniert nicht ganz, was die
organisation der planung betrifft.
du brauchst tragwerksplaner UND baugrundgutachter.

die kosten geld - daran scheiterts meist bereits in
der angebotsphase, auch weil viele kollegen schon
eindeutige erfahrungen mit "anfragen" gemacht haben
und sowas lieber gleich in die rundablage befördern,
als zeit zu verbrennen. wer sich traut, gibt aus
der hüfte eine geschätzte honorarobergrenze an und
rechnet den hoffentlich niedrigeren zeitaufwand ab.

ich hab grad überlegt, ob ich was zu kranfirmen oder
deren aussendienstlern schreibe .. ..
um himmels willen .. 19to .. das hat´s ja noch nie
gegeben :P dafür haben wir kanthölzer oder stahlträger
gestapelt .. was halt grad rumfliegt und was der
untergrund hergibt.

wieviel kostet der kran?
wieviel kostet deine bisher verbratene zeit?
wieviel glaubst du kostet diese spezialuntersuchung?

grüsse, markus
Markus L. Sollacher, Berat. Ing. BYIK
mlsollacherATt-onlinePUNKTde
Letzte Änderung: 21 Mär 2018 13:22 von markus. Begründung: ortho
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Platte für 190 kN mittige Last 27 Mär 2018 08:50 #63026

  • kranix
  • kranixs Avatar
  • Offline
Tja, markus, dazu hätte ich eben gern eine Auskunft bekommen. Kommt aber weder hier noch von den angefragten Ingenieurbüros was. Es ist eben so, dass sich niemand traut. Schätzungen habe ich gehört/gelesen. Verantwortung traut sich offenbar keiner zuübernehmen, deshalb kommt auch kein Angebot.
So hemdsärmelig, wie Du Deine Praxis beschreibst - was unterlegen, was so rumliegt - macht das hier keiner. Den Garten abholzen und mit Baggermatten auslegen ist ein Vorschlag. Der 220 t Kran auf der Staße aufgestellt kostet ca. 4000 €. Der Schaden wenn er mit einer Stützlast von 500 kN einbricht, liegt im 6stelligen Bereich. Mein Aufwand bis jetzt ist 600 €. Sicherheit kostet eben. Es ist müßig über Kosten einer Sonderuntersuchung zu spekulieren, wenn sie keiner durchführen will, weil keiner Verantwortung übernehmen will.

Ich habe den Boden unter der geplanten Stützstelle nun selbst untersucht. Wie vermutet wird unter dem Stempel der Humus komprimiert. Ich habe 0,6 MPa erreicht, ohne dass es zu einem Grundbruch kam. Das ist das Doppelte dessen, was der "kühnste" Kranaußendienstler annahm und das 6fache der Annahmen der DGUV für Wiese.
Ausgehend von diesem gemessenen Wert werde ich nun die erforderliche Dicke der Andruckplatte mit FEM berechnen zu der ich mir eigentlich hier eine Formel erhofft hatte. Nach Aushärtung werde ich dann einen Belastungstest mit dieser Platte durchführen. Dann kann ich die Verantwortung für die Aufstellung des Krans auf diesem Grund an den vorgesehenen Stützstellen übernehmen. Dann wird auch nichts passieren.

Ich danke für die Geduld der Beiträger hier mit meinem Spezialproblem und mir. Schade, dass mir niemand helfen kann. Die Strukturen sind eben so. Ich verstehe das und mache natürlich niemand einen Vorwurf.

Freundliche Grüße
kranix
Letzte Änderung: 27 Mär 2018 08:50 von kranix.
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