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THEMA: 20 mm HV-Naht

20 mm HV-Naht 04 Okt 2017 12:18 #62174

Hallo,

gibt es eigentliche eine Dickenbegrenzung bei HV-Schweißnähten?
Hier konkret: 20 mm Bl. mit 20 mm HV-Naht (oder auch U-Naht) als Stumpfnaht an quer dazu verlaufendes 10 mm Blech. Ist das OK?

Konnte dazu auf die Schnelle nichts finden.

Gruß
mmue
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20 mm HV-Naht 04 Okt 2017 13:05 #62175

Nein, da gibt es keine Dickenbegrenzung.
Zu DIN 18800 Zeiten gab es mal eine Begrenzung auf < 0,7 x min t, aber die galt auch damals schon nur für Kehlnähte.

Gibt es einen bestimmten Grund warum die Verbindung so ausgeführt werden soll (einseitige Zugänglichkeit o.ä.)?
Eine 20mm HV-Naht ist vergleichsweise teuer in the Herstellung.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
COM_KUNENA_THANKYOU: mmue

20 mm HV-Naht 04 Okt 2017 14:24 #62176

Hallo Bealdor,
einseitige Zugänglichkeit o.ä.
Ja.

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Gruß
mmue
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

20 mm HV-Naht 05 Okt 2017 07:55 #62181

Wie die Naht auszuführen ist, hängt auch vom verwendetem Schweißprozess ab.
Die DIN EN ISO 9692-1 gibt die entsprechenden Nahtvorbereitungen an.

Der Schweißer wird sich freuen!!
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

20 mm HV-Naht 24 Okt 2017 03:04 #62260

Hallo

Generell gibt es keine Dickenbgrenzungen für Schweißnähte, oder anders gesagt eine Dickenbegrenzung für zu verschweißende Bauteile.

Die "a = 0,7 * min t" gelten nur als Faustformel für Kehlnähte in der DIN EN 1993.

Es kann Alles mit Allem, mit jeder Dicke verschweißt werden!

Dazu benötigt man nur einen geprüften PQR (Procedure Qualification Record), in Deutsch, eine geprüfte
Schweißverfahrensprüfung, einen Schweißfachingenieur.
Der PQR dokumentiert alle erforderlichen Prüfungsergebnisse einer Schweißnaht, die durch eine schriftlich
erstellte Schweißverfahrensanweisung, WPS (Welding Procedure Specification) bei der Herstellung der
Schweißnaht erzielt wurde.

Wanddicken über 20mm, oder mehr sind im Behälterbau üblich.

Um das Leben einfach zu gestalten gibt es dafür spezielle Normen.

Diese Normen sind im Inhalt zweigeteilt, metallurigisches Wissen vorausgesetzt:

1. Hat man einen Standardfall, schweiße nach Standard (WPS) und prüfe nach Standard (PQR)
2. Hat man einen Fall der nicht Standard ist, mach was Du willst (WPS) und prüfe nach Standard (PQR)

Im Speziellen geht es beim Schweißen um die Hitzeernergie die in den Grundwerkstoff
und Schweißzusatzwerkstoff eingebracht wird.
Diese Energie ist vom Schweißverfahren, Schwießgerät, Schweißvorschub, Dicke und Güte des
Grundwerkstoffes, Dicke und Güte des Zusatzwerkstoffes abhänging.
Diese Energie und Energiezeit muß so abgestimmt sein, daß der Schweißzusatzwerkstoff und Grundwerkstoff
genügend aufschmilzt aber das Gefüge des Grundwerkstoffes und Schweißzusatzwerkstoffes kein kristalines
Gefüge entwickelt das dem des Grundwerkstoffes nicht entspricht.

Anhand der gewählten Parameter, wie oben schon erwähnt, aber auch Schweißnahtgeometrie , Flankenwinkel
ergeben sich die gewünschten Ergebnisse.

Dazu braucht man einen Schweißfachingenieur.
Letzte Änderung: 24 Okt 2017 03:44 von Jörg.
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