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THEMA: Schlitze und Aussparungen > statischer Nachweis

Schlitze und Aussparungen > statischer Nachweis 24 Jul 2017 12:50 #61753

DK01 schrieb:

Ziegel wurden hemmungslos maschinell gestemmt und weisen Haarrisse, Zellabbrüche, Löcher etc. auf.


Was sagt denn der Statiker des Gebäudes zu diesem rücksichtslosen Verhalten?
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Schlitze und Aussparungen > statischer Nachweis 24 Jul 2017 13:33 #61754

Hallo,

die Schlitze sind doch vermutlich für Heizungsrohre gedacht.
Die werden eingelegt und anschl. werden die Schlitze mit Gipsputz geschlossen und mit
einer Bodenrandfliesen verkleidet. Da sieht man im Anschluss nichts mehr davon. :whistle:

Man sollte sich nicht so anstellen. ;)
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Schlitze und Aussparungen > statischer Nachweis 24 Jul 2017 13:39 #61755

statiker99 schrieb:
DK01 schrieb:

Ziegel wurden hemmungslos maschinell gestemmt und weisen Haarrisse, Zellabbrüche, Löcher etc. auf.


Was sagt denn der Statiker des Gebäudes zu diesem rücksichtslosen Verhalten?



Der Planer des Gebäudes lebt leider nicht mehr.

Der Statiker, welcher meines Erachtens absolut einseitig begutachtet, lässt das Verhalten kommentarlos.
Bewertet aber die statische Situation so, dass die Tragfähigkeit nur zu 30% ausgenutzt wäre.

Es wurden mindestens 33% des Rohziegels abgetragen und das statische Gefüge wurde auseinandergerissen, da ist es sehr einfach nachvollziehbar, dass die Statik nicht nur zu 30% ausgenutzt ist.
Außerdem ist die Bewertung "ausgenutzt" ebenso geschönt formuliert. In Anbetracht der Bauphysik sollte es nicht heißen "ausgenutzt" sondern "geschädigt. Die Statik wurde mit diesem Eingriff dauerhaft geschädigt.


Aber in erster Linie zielt meine Fragestellung der Begutachtung und dem staitschen Nachweis, ob in diesem Fall die "einfache Berechnung" genügt und legitim ist oder das genaue Berechnungsfahren zwingend angewendet werden muß.

Der Statiker berechnet einen Fensterpfeiler zwischen Fenstern von jeweils ca. 130cm Breite mit der einfachen Berechnung und stützt sich damit auf das gesamte Gebäude. Kommentarlos lässt er Lasteinleitungsbereiche, den Balkon etc.

Nochmals zu dem Gebäude zur weiteren Information.
Es handelt sich um ein Wohnhaus mit direktanliegendem Flachbau ( Flachbau nicht unterkellert ).
Regelwidrig wurde das 1. OG des Wohnhauses sowie der Flachbau gestemmt.
Anbei einige Pläne.

Beste Grüße,
Dieter
Letzte Änderung: 24 Jul 2017 13:41 von DK01.
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Schlitze und Aussparungen > statischer Nachweis 24 Jul 2017 13:43 #61756

Anbei noch eine Übersicht über den statischen Eingriff beim Flachbau.

Zum besseren Verständnis nochmals:

Es wurde regelwidrig im 1. OG des Wohnhauses gestemmt, insbesondere 3 von 4 Gebäudeseiten, jeweils innen die jeweiligen 30cm Außenwände aus Hochlochziegeln.

Weiterhin wurde der Flachbau analog dazu, regelwidrig mit gleichem Charakter gestemmt.
Anhang:
Letzte Änderung: 24 Jul 2017 13:46 von DK01.
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Schlitze und Aussparungen > statischer Nachweis 24 Jul 2017 13:46 #61757

MeyerK schrieb:
...
Man sollte sich nicht so anstellen. ;)

Sehe ich genauso. Irgendwo habe ich "Obergeschoß" gelesen. Da ist eh keine nennenswerte Last drauf.

Denken wir einfach mal nach und nehmen die Wände generell mit dem dünneren Querschnitt an. Großzügig auf 17,5 cm Wanddicke abgerundet. Die Bude steht.
Aber ich geh da sicher wieder viel zu pragmatisch ran. Anwälte und Gutachter ticken beim Lieblingshobby "Strick drehen" eben ganz anders.
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Schlitze und Aussparungen > statischer Nachweis 24 Jul 2017 13:49 #61758

MeyerK schrieb:
Hallo,

die Schlitze sind doch vermutlich für Heizungsrohre gedacht.
Die werden eingelegt und anschl. werden die Schlitze mit Gipsputz geschlossen und mit
einer Bodenrandfliesen verkleidet. Da sieht man im Anschluss nichts mehr davon. :whistle:

Man sollte sich nicht so anstellen. ;)


Meine Fragestellung zielt nicht auf den Verschluß, sondern auf die Statik.
Die Form und Funktion des 30cm Hochlochziegels wurde massiv beschädigt,
da reicht es mit Sicherheit nicht aus, mit Gipsputz kosmetisch zu verschließen.
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