Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1
  • 2

THEMA: Verankerung Bewehrung aus Rissnachweis

Verankerung Bewehrung aus Rissnachweis 11 Mai 2017 14:05 #61270

Hallo zusammen,

ich habe ein Fertigteil, bei dem ich die Bewehrung herausstehen lassen möchte und dann mit Ortbeton ergänzen möchte.
In der Ortbetonergänzung erhalte ich durch den Rissnachweis (Hydratation) recht hohe Bewehrung, d.h. dicke Eisen und verhältnismäßig enge Abstände.
Muss diese hohe Bewehrung (Ø14-Bewehrung) innerhalb des Fertigteils voll verankert werden? Wie groß würde die Verankerungslänge innerhalb des Fertigteils sein? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Bewehrungseisen mit As,erf / As,vorh ==>. 1,0 verankern muss. Hat jemand hierzu Informationen mit ggf. entsprechender Quelle?
Letzte Änderung: 11 Mai 2017 14:06 von Havelman.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Verankerung Bewehrung aus Rissnachweis 11 Mai 2017 15:00 #61271

Zum maßgebenden Nachweis (z.B. Rißnachweis) gehört
auch eine Stahlspannung, die mulipliziert mit dem Stahlquerschnitt
ergibt die Zugkraft im Stahl.
Damit kann man dann eine Verankerung rechnen.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Verankerung Bewehrung aus Rissnachweis 11 Mai 2017 17:14 #61272

Aber es gibt doch 2 verschiedene Rissnachweise:

einer aus Folge nicht berücksichtigter Zwangseinwirkung (Hydratation) und einer aus der tatsächlichen äußeren Belastung heraus. Der zweite Fall ist ja unstreitig.

Meine Frage lautet daher: wenn ich beim Nachweis der Mindestbewehrung eine bestimmte Bewehrungsmenge erhalte und diese auch exakt so einlege, muss ich dann diese Bewehrung mit As,erf / As,vorh = 1,0 im bereits bestehenden Fertigteil verankern?

1.png


In diesem Fall erfolgt die Übergreifung mit den Eisen Ø10/15 mit ca. 30cm.
Die Verankerungslänge von Ø14/15 mit As,erf / As,vorh = 1,0 würde allerdings höher sein.

Könnt ihr mir da weiterhelfen?
Letzte Änderung: 11 Mai 2017 17:15 von Havelman.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Verankerung Bewehrung aus Rissnachweis 11 Mai 2017 17:17 #61273

l0 entspricht natürlich der Übergreifungslänge, nicht der Verankerungslänge. Jetzt hab ich das auch schon verwechselt :) .
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Verankerung Bewehrung aus Rissnachweis 11 Mai 2017 20:43 #61275

Hallo Havelman,

Ich sehe es so:

1) Sie möchten an "Altbeton" betonieren, und es wird schon einen Anriss geben.
2) Nach Ihre Skizze sieht es so aus, dass Sie die volle Zugkraft aus d14 in d10 einleiten möchten ;)
wie soll es gehen, wenn der Querschnitt von d10 nur 1/2 von d14 ist? ;)

Grüße, Sergej
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Verankerung Bewehrung aus Rissnachweis 12 Mai 2017 09:11 #61276

Hallo Kollege Havelman,

folgenden Vorschlag:

Vergessen Sie mal die Verwendung von erf As / vorh As und führen Sie den
Nachweis nach EC2:

Grundmaß der Verankerungslänge nach Formel 8.3 ermitteln.
Hier gehen u.a. die Stahlspannung (siehe meinen Beitrag von gestern) und die
Verbundfestigkeit fbd (Formel 8.2) ein.

Bei der Ermittlung der Verbundfestigkeit nach (8.2) ist der Wert der Betonzugfestigkeit (fctd)
zu ermitteln.
fctd = 1,0 * fctk;0,05 / gammaC

Dabei ist nach meiner Auffassung die Verminderung der Zugfestigkeit für den frühen Zeitpunkt (Rißbreitennachweis
aus Hydratation) zu berücksichtigen, allerdings kann gamma c zu 1,0 gesetzt werden.

Unabhängig von der ganzen Rechnerei wird das passieren, was Sergej beschrieben
hat:
Es wird einen Anriss geben und damit reduziert sich das Problem.

Mal eine Frage:
Was passiert ganz ohne Anschlußbewehrung bzw. wie groß wird der Riß?
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
  • Seite:
  • 1
  • 2