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THEMA: MBaec MICROFE

MBaec MICROFE 13 Apr 2017 15:00 #61041

Andreas schrieb:
Hallo

nein das System ist falsch eingegeben.

Doch, das ist schon ok.
Einen Kragbereich über einen Unterzug hinaus einzugeben ist falsch,
wenn es auf der Baustelle so nicht ausgeführt wird.

Och, was soll uns das jetzt sagen.

Ich habe sogar schon Federn eingegeben, obwohl diese nicht auf der Baustelle ausgeführt wurden
(waren allerdings auch nicht auf den Ausführungsplänen).
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COM_KUNENA_THANKYOU: markus

MBaec MICROFE 13 Apr 2017 15:12 #61042

Da hast du natürlich Recht...

Natürlich ist es auch nicht Falsch ein großes Loch in der Decke einzugeben,
wenn man es hinterher entsprechend interpretiert......!! :sick:

Ich bin raus hier.... ist nicht mein Niveau.....
..
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MBaec MICROFE 15 Apr 2017 20:33 #61048

Hallo Max89,

hier meine Antwort und Bemerkungen zu deiner Frage:

Du rechnest mit MB als 2D-FE-Modell. Mit anderen Worten, das System kann solche
"konstruktive", wie eine Einzellast an der Ecke, für die Bemessung der Unterzüge gar nicht "perfekt"
berücksichtigen, sondern, nur dann, wenn man bei der Definition der Unterzüge eine bestimmte Plattenbreite angibt.
Dann werden die Lasten bei der Bemessung des UZ's auch inkl. der Platte berücksichtigt. Sogar das ist nicht ganz korrekt.
Die Ergebnisse muss man richtig auswerten, oder das Modell so eingeben, dass es nahezu der Wirklichkeit entspricht.

Jetzt zur Sache:
Du hast die UZ's im MB 2D-FE eingegeben. Die sind zwar in der vollen Breite dargestellt, aber im Programm
sind das nur einzelne Knoten mit der hohen Steifigkeit (entlang der UZ-Achse; bei der Netzgenerierung kann man diese auch erkennen).
Wenn du deine Lasten so setzt, wie diese in ihre
Geometrie wirken, dann verpassen diese die Uz's! Das Programm schiebt die Lasten einfach auf die Deckenknoten
mit geringerer Steifigkeit. In deinem Fall sollte ziemlich sehr viel Schubbewehrung in der Platte heraus kommen, und die
Unterzüge "bekommen nichts".
Mit der Abschätzung, welcher UZ am meistens bekommen sollte, muss du dein Modell so modellieren, und die
Last (en) so zu schieben, dass ein vernünftiges Ergebnis herauskommt.
Die andere Möglichkeit ist, die Unterzüge als Dickenbereiche einzugeben. Hier wird aber komplizierter,
da man die UZ- Schnittgrößen aus den Plattenschnittgrößen ermitteln muss.

Grüße, Sergej

P:S. Die Mitarbeiter von MB haben sowie so keine Ahnung. Man wird nur zum "Nächten" vermittelt,
und der "Nächster" kann wiederum nichts sagen :laugh:
In diesem Fall nur ein Ausweg: Handrechnung und Plausibilitätskontrolle :)
Letzte Änderung: 15 Apr 2017 20:48 von Sergej.
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MBaec MICROFE 15 Apr 2017 21:28 #61049

und noch zu PC-Programmen aus meiner Erfahrung :(

habe grade (heute) der Ausgabe von FRILO DLT (Friedrich+Lochner Durchlaufträger) bei der Schubbewehrung
mit einer auflagernahen Last vertraut. Die Handrechnung ergab aber die doppelte Bewehrungsmenge :laugh:
Hier Beschreibung:
Durchlaufträger, 3....4 Felder, neben einer Innenstürze im Abstand ca.0,85xd (d = ca.70 cm) eine Einzellast, sehr groß.
Am Stützenanschnitt Ved=2200 kN, Eizellast von oben ca. 1050 kN. Das Programm mindert automatisch
die Bemessungsquerkraft auf 1600 kN ab; ist OK, würde ich auch so machen. Durch das Programm werden
Schubbügel mit ca. 40 cm²/m errechnet. Laut Norm sind aber im Zwischenbereich der Krafteinleitung und
dem Auflagerrand die Menge der Schubeisen einzulegen, die gleich der Ved/ (fyd*sin(alfa)) in einem
Bereich von 0,75*av. Bei einem av= 0,60m muss die Bewehrungsmenge folgendem Wert entsprechen:
erf. asw= 1,6/(435*0,6*0,75)*10000= 81,7 cm²/m :)

Programmfehler? ;) Blindes Vertrauen ;)

Grüße, Sergej

P.S. die Nachrechnung nach BK 1993 Teiil 2 Seite 371 und 415+416 ergab ~ ähnliche Ergebnisse.
Letzte Änderung: 15 Apr 2017 21:36 von Sergej.
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MBaec MICROFE 16 Apr 2017 07:04 #61050

Hallo Sergej,

noch ein paar kleine Ergänzungen
Wenn du deine Lasten so setzt, wie diese in ihre
Geometrie wirken, dann verpassen diese die Uz's! Das Programm schiebt die Lasten einfach auf die Deckenknoten
mit geringerer Steifigkeit.

Die Steifigkeiten dürften bei den kurzen Abständen zur UZ – Achse keine wesentliche Rolle spielen.
In deinem Fall sollte ziemlich sehr viel Schubbewehrung in der Platte heraus kommen, und die
Unterzüge "bekommen nichts".

Doch, die UZ versteifen die Platte und bekommen schon ihren gerechten Anteil (vorausgesetzt, es wurde bei der UZ-Definition eine „mitwirkende“ Plattenbreite definiert).
Mit der Abschätzung, welcher UZ am meistens bekommen sollte, muss du dein Modell so modellieren, und die Last (en) so zu schieben, dass ein vernünftiges Ergebnis herauskommt.

Lasten würde ich nicht schieben, die Lasten kommen da an wo sie nun mal sind (ansonsten müßte man zur verschobenen Last noch ein Moment eingeben).
Die andere Möglichkeit ist, die Unterzüge als Dickenbereiche einzugeben. Hier wird aber komplizierter,
da man die UZ- Schnittgrößen aus den Plattenschnittgrößen ermitteln muss.

Ist so eher falsch. Bei einer Plattenverdickung anstatt UZ fehlt der Steiner – Anteil in der Steifigkeit.

Nochmal,
vom Grundsatz her scheint das System ursprünglich vernünftig definiert worden zu sein. Es handelt sich für mich im Wesentlichen um ein Verständnis- und Auswertungsproblem des Anwenders.
Keiner wird eine Schubbemessung der Platte innerhalb der UZ – Breite durchführen, genauso wird auch keiner die Schubbewehrung der FE – Berechnung im Bereich der Innenstützen einbauen.
Letzte Änderung: 16 Apr 2017 07:05 von statiker99.
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MBaec MICROFE 16 Apr 2017 08:36 #61051

Sergej schrieb:
Bei einem av= 0,60m muss die Bewehrungsmenge folgendem Wert entsprechen:
erf. asw= 1,6/(435*0,6*0,75)*10000= 81,7 cm²/m :)


Oder

erf. asw= 1,05 /(435*0,6*0,75)*10000= 46,7 cm²/m ??
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