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THEMA: MBaec MICROFE

MBaec MICROFE 16 Apr 2017 13:47 #61052

Hallo statiker99,

ich denke, dass die Bemessungsquerkraft gemeint und nicht die Einzellast.

Grüße, Sergej.
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MBaec MICROFE 16 Apr 2017 20:45 #61053

Sergej schrieb:
Hallo statiker99,

ich denke, dass die Bemessungsquerkraft gemeint und nicht die Einzellast.

Grüße, Sergej.

Hallo Sergej,

es ist VEd gemeint, allerdings nur mit dem Anteil aus der Auflagernahen Einzellast.

Noch schöne Restostern.
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MBaec MICROFE 18 Apr 2017 20:30 #61057

hallo statiker99,

es ist auch so gemeint, wie ich es geschrieben habe: Ved=1600 kN (abgeminderte Querkraft)

ist aber egal, die Schubeiden können eingebaut werden.
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MBaec MICROFE 18 Apr 2017 20:38 #61058

Hallo statiker99,

bezüglich der FEM...

ich versuche "brauchbare" Ergebnisse heraus zu bekommen. Daher schiebe ich sehr oft die Lasten
auf die Wirkungslinie, d.h auf die Knoten. Diese konstruktive Nichtlinearität versuche ich beim "Einzelbauteilnachweis"
mitberücksichtigen. Jeder macht, wie er es für richtig hält, sobald das Ergebnis stimmt.

Sie haben natürlich recht, die Ergebnisse müssen dann "richtig" ausgewertet werden.

In einer Sache möchte ich Ihnen aber widersprechen, bezüglich des Stener-Anteils:
hier bin ich mir nicht sicher, ob bei der Schnittgrößenermittlung dieser Anteil in die Steifigkeit
des Unterzuges mit eingerechnet wird. Ich denke, dass es nur ein Rechteckquerschnitt berechnet wird,
und erst bei der Bemessung die mitwirkende Plattenbreite für die Schnittgrößen aus der Platte
und für die Bemessung des Unterzuges berücksichtigen werden. Die Eingabemaske ist auch so gestaltet:
erst bei der Bemessung muss eine mitwirkende Plattenbreite eingegeben werden, und nicht bei der Eingabe
der Geometrie.

Ich hatte auch solche Systeme, wo ich die Unterzüge als "Dickenbereiche" definieren musste, und die Schnittgrößen
für die UZ's aus den Plattenschnittgrößen herleiten musste. z.B. Linienlasten und Querlasten, die praktisch
auf einem UZ "stehen", aber im FE-Modell "schießen" einfach vorbei oder stehen einfach
auf der Deckenplatte. Praktisch ist der UZ 1,80 m breit,
um die Schnittgrößen für diesen zu ermitteln, kann man auch einen Dickenbereich im FE-Modell eingeben.
Hier wird der Steiner-Anteil einfach vernachlässig, da der auch keine große Rolle spielt.


Grüße, Sergej
Letzte Änderung: 18 Apr 2017 21:44 von Sergej.
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MBaec MICROFE 19 Apr 2017 09:32 #61063

Hallo Sergej,

wenn du den Balken nur in der Schwerachse berücksichtigst, unterschlägst du die Dehnsteifigkeit, die durch die exzentrische Anbindung aktiviert wird und bei einem Unterzug nicht wegzudiskutieren ist. Die Softwarehäuser gehen hier verschiedene Wege. Der einfachste ist sicherlich der Ansatz eines entsprechenden Plattenbalkens in Plattenschwerachse (Verringerung des Fehlers durch die Exzentrizität durch Erhöhung der Biegsteifigkeit aus Plattenanteil), da hier ohne Exzenter auszukommen ist.

Ich will keine Werbung machen, aber in Barth / Rustler findet man zum Beispiel: Unterzugsmodelle

Grüße von quasi nebenan...
Planung ist die Substitution des Fehlers durch den Irrtum.
Letzte Änderung: 19 Apr 2017 09:35 von sebwhite.
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MBaec MICROFE 20 Apr 2017 06:08 #61065

Hallo Sergej,

noch folgende Hinweise:
.... ist aber egal, die Schubeiden können eingebaut werden.

Na ja, mir ging es in meinem Kommentar auch darum, daß F+L vielleicht nicht sooo falsch ist wie von Ihnen dargestellt.

Bei einem UZ mit Gleichstreckenlast und auflagernaher Einzellast würde ich beide Anteile für die Ermittlung der Schubbewehrung trennen.
- Asy für Q im Abstand d infolge Gleichstreckenlast
- Zulagen für den Anteil der Einzellast, der aufgehängt werden muß (ca. 45% von 1050 KN = 11 cm²); der andere Anteil der
Einzellast geht direkt als Druckstrebe in’s Auflager.

Mehr Bewehrung kann man natürlich einbauen wenn Platz ist, ist aber keine Notwendigkeit.
_________________________________________________________________________________
In einer Sache möchte ich Ihnen aber widersprechen, bezüglich des Stener-Anteils:
hier bin ich mir nicht sicher, ob bei der Schnittgrößenermittlung dieser Anteil in die Steifigkeit
des Unterzuges mit eingerechnet wird.

Ist bei den 2D-Plattenberechnungen eigentlich der Standard.
In MicroFE geben sie z.B. einen UZ als UZ ein mit einer Höhe von UK UZ bis UK Decke
und mitwirkende Plattenbreite (ist auch bei mb so beschrieben).

In der Bemessung werden dann UZ – Schnittgrößen und Plattenschnittgrößen addiert.
Ist natürlich, wie so oft, eine Näherung (ein 3-D Problem wird 2-D berechnet) aber
praktikabel und meist ausreichend genau.
....und erst bei der Bemessung die mitwirkende Plattenbreite für die Schnittgrößen aus der
Platte und für die Bemessung des Unterzuges berücksichtigen werden.

Ist nicht korrekt, die mitwirkende Plattenbreite wird für 3 Dinge verwendet (siehe auch Erläuterungen mb):
- Ermittlung der Steifigkeit
- Ermittlung der Plattenschnittgrößen, die zu den UZ – Schnittgrößen addiert werden
- Bemessung

Praktisch ist der UZ 1,80 m breit,
um die Schnittgrößen für diesen zu ermitteln, kann man auch einen Dickenbereich im FE-Modell eingeben.
Hier wird der Steiner-Anteil einfach vernachlässig, da der auch keine große Rolle spielt.

Ich glaube das nicht, mit dem Steiner – Anteil und keine große Rolle.
Je flacher der UZ ist, desto größer ist der Einfluß des Steiner – Anteil’s auf die Berechnung.


Dieser Irrglaube ( „Hier wird der Steiner-Anteil einfach vernachlässigt.., spielt eh keine große Rolle) war
ein Teil einer Fehlerkette bei einem im Rohbau ausgeführten Bauvorhaben, bei dem die Rohbausanierung
Kosten im hohen einstelligen Millionenbereich nach sich zog.
Es war das einzige mir vorliegende Bauvorhaben, bei dem ausschließlich Planungsfehler (Statikfehler) zum Desaster führten.

Ich hatte auch solche Systeme, wo ich die Unterzüge als "Dickenbereiche" definieren musste...

Wie zuvor beschrieben, ist dies in der 2-D Berechnung einfach falsch.
Wenn, müßte man das in einer 3-D Berechnung abhandeln mit Berücksichtigung
des Höhenversatzes der Schwerlinien.
MB kann das nicht, Sofistik z.B. kann das.

...und die Schnittgrößen
für die UZ's aus den Plattenschnittgrößen herleiten musste. z.B. Linienlasten und Querlasten, die praktisch
auf einem UZ "stehen", aber im FE-Modell "schießen" einfach vorbei oder stehen einfach
auf der Deckenplatte. Praktisch ist der UZ 1,80 m breit,...

Ich sehe im Regelfall keine Notwendigkeit, Lasten händisch zu schieben.

Nehmen wir den einfachen Fall, UZ b = 1,80 m, am UZ – Rand sind 500 KN/m abzufangen.
Für die Schubbemessung der Platte spielt es keine Rolle, wird sowieso außerhalb des UZ durchgeführt.

Für die Biegebemessung der Platte wird es eine Rolle spielen (Annahme: UZ Torsionsweich).
Das Moment aus dem Versatz Last – UZ – Schwerpunkt (0,90m x 500 kN/m = 450 KNm) muß aufgenommen werden, wahrscheinlich durch die Decke.
Diese Ergebnisse liefert die FE – Berechnung, dazu braucht es keinen Dickenbereich
mit falschem Steifigkeitsansatz (bei flachen UZ mit erheblich falschem Steifigkeitsansatz)
bzw. händisch verschobenen Lasten.
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