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THEMA: Glasbemessung durch Bauteilversuch- Sicherheit

Glasbemessung durch Bauteilversuch- Sicherheit 14 Jan 2017 16:42 #60206

Hallo,

ich bereite einen Versuch zur Bemessung von VSG-6 mm für ein nicht begehbares flaches Terrassendach vor. Ziel ist, die Glasdicke bei 6 mm zu halten und ausreichende Sicherheit zu gewährleisten. Als Beanspruchung wurden 1,8kN/m² Schneelast (mit berücksichtigter Schneeanhäufung) festgelegt. Hinzu kommen noch die Teilsicherheitsbeiwerte:
Einwirkung 1,5
Material 1,8 (oder genügen auch die 1,1?)
Wie groß ist die einzuhaltende Sicherheit gegenüber der aufgebrachten Prüflast? Genügt es, die doppelte Last zu ertragen?
Und wo steht so etwas geschrieben?
In der DIN 18008 habe ich alles Mögliche ge- und überlesen, aber nichts gefunden.

Es wäre schön, wenn jemand über Fachwissen verfügt und mich schlau machen würde.

MfG

kkornrad
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Glasbemessung durch Bauteilversuch- Sicherheit 14 Jan 2017 21:42 #60207

mal so am Rande .....

Was spricht denn gegen einen rechnerischen Nachweis?

Ich behaupte mal, nur mit Versuch ohne Nachweis wird das nix :)
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Glasbemessung durch Bauteilversuch- Sicherheit 14 Jan 2017 23:01 #60208

Hallo statiker99,
ein rechnerischer Nachweis liefert ein Ergebnis, daß, normgerecht, die tragende Wirkung der Verbindung der beiden Scheiben nicht berücksichtigt; somit wird bei der gewünschten Scheibengeometrie die berechnete Scheibendicke größer als gewünscht. Zudem wirken sich bei der Glasbemessung die Konstruktion der Lagerung und der Glaseinstand signifikant aus, was sich rechnerisch nicht ohne weiteres erfassen läßt..
Die Theorie geht von möglichst quadratischen Scheiben aus. Je mehr eine rechteckige Scheibe gestreckt wird umso stärker verschlechtert sich die Tragkraft der Scheibe. Wie gesagt, es ist so, als ob Leimholz bemessen wird, ohne die Wirkung der Verleimung der Lamellen zu berücksichtigen.

MfG
kkornrad
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Glasbemessung durch Bauteilversuch- Sicherheit 15 Jan 2017 09:13 #60209

Hallo kkonrad,

die Antwort ist doch klar und haben sie sich selbst gegeben:

"...ein rechnerischer Nachweis liefert ein Ergebnis, daß, normgerecht, die tragende
Wirkung der Verbindung der beiden Scheiben nicht berücksichtigt...."

Ich sehe da 2 Möglichkeiten:

a) Planung gemäß "Stand der Technik"
Hierfür braucht es keine Versuche, rechnerischer Nachweis sollte genügen.

b) Planung nach "eigenen Regeln" außerhalb Stand der Technik
Hierfür braucht es auch keine Versuche, rechnerischer Ansatz mit Berücksichtigung
der Verbundwirkung und schon werden die Scheiben dünner :) .


In D wäre dann ggf. noch das Thema Prüfingenieur / ZiE zu bedenken.


Bin aber selbst aus dem Thema Glasbemessung etwas raus und nicht mehr aktuell.

Meines Wissens ist es in D nicht möglich, rechnerische Nachweise komplett durch Versuche
zu ersetzen.

Wie sollte dann so ein hausgemachter Versuch bezüglich der Verbundwirkung aussehen,
vor allem zum Thema:
- Kurzzeitverhalten
- Langzeitverhalten
- Verhalten unter klimatischen Beanspruchungen


PS.:
Ich denke der Vergleich mit Leimholz hinkt, da sollen sich aber
die Holzwürmer zu äußern :)
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Glasbemessung durch Bauteilversuch- Sicherheit 23 Jan 2017 15:23 #60263

Hallo kkornrad,

definiere mal aus welchen Komponenten dein "VSG-6" besteht.
Glasart, Folienart, Dicke,..

Wenn es aus 2x3 Float ist dann sind bei den gegebenen Lasten sicherlich nur ganz kleine Scheibenformate tragfähig.

Üblicher Sicherheitsfaktor im Versuch: gamma,global > = 3

Hinweis:
Bauteilversuche ersetzen in D nicht den statischen Nachweis nach DIN 18008.
Die Festigkeit von Float ist Lastdauerabhängig.
Die Verbundwirkung der Folie ist Temperaturabhängig.

Gruß
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Glasbemessung durch Bauteilversuch- Sicherheit 23 Jan 2017 17:46 #60264

Hallo Ernst,
Es soll 2x Floatglas 3mm mit 0,38 mm PVB verwendet werden. Die Einzelscheibe soll 2000 lang und 900 breit sein. Spannweite 900.

Und wo steht geschrieben das "dreifach" üblich ist? Nach dieser Quelle suche ich noch.

Besten Dank für die Mühe
kkornrad
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