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THEMA: Garagendachdecke mit neuer Last

Garagendachdecke mit neuer Last 10 Mär 2003 19:49 #382

  • sabrina herwagen
  • sabrina herwagens Avatar
Hallo,<br />
<br />
ein Kunde möchte aus seiner alten Massivgarage eine Dachterrasse machen.<br />
Das bestehende Garagendach ist aber nur für 75 kg/m² (nur Schnee) ausgelegt und ist entweder eine Stahlsteindecke oder eine Stb.-Decke.<br />
Ich möchte die vorhandene Decke als verlorene Schalung behalten, und darauf eine neue Stb.-Decke mit d = 18 cm auflegen (neue Nutzlast 350 kg/m²)und diese allein tragend rechnen und entsprechend bewehren.<br />
Ist diese vorgehensweise ok oder sollte ich die alte Decke abreissen lassen??<br />
Danke für die Hilfe <br />
S. Herwagen<br />
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Garagendachdecke mit neuer Last 11 Mär 2003 00:01 #383

  • mICHa
  • mICHas Avatar
Hallo Frau Herwagen,<br />
<br />
der Gedanke ist nicht verkehrt und lässt entfernt an das Prinzip von Filigrandecken erinnern.<br />
<br />
Sofern die vorh. Decke während der Eisenverlegungs- und Betonierarbeiten sicher bzgl. der auftretenden Belastungen (Eigengewicht neue Rohdecke: 25,0 kN/m³ * 0,18m = 4,5 kN/m²) abgestützt wird, kann ich zunächst keine prinzipiellen Bedenken äußern.<br />
<br />
Jedoch müsste der Nachweis für die vorh. MW-Wände(?) bzw. die Gründung für die neue Belastung (EG + Aufbau + Verkehr) geführt werden (anscheinend ist das vorh. Garagendach grösser als 10 m²).<br />
<br />
Zudem sollte sichergestellt werden, dass die Auflagerpunkte der alten Decke die neue Belastung sauber in die Wände abzuleiten geeignet sind! Evtl. konstruktiv eine umlaufende Randbewehrung wie für "freie Ränder" anordnen!? Wie sieht es mit vorh. Stürzen z.B. über der Garagenöffnung aus?<br />
<br />
Gruss mICHa<br />
<br />
<br />
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Garagendachdecke mit neuer Last 13 Mär 2003 07:24 #384

  • IB.Luettich
  • IB.Luettichs Avatar
Hallo Frau Herwagen,<br />
<br />
wie schon mein Kollege vor mir würde ich auf die Bauteile achten, welche die Lasten aufnehmen und sicher in den Baugrund leiten müssen. Eine weitere Sache ist die Durchbiegung. Um die Bewehrung zu "aktivieren" muß sich die neue Platte durchbiegen können. Sie liegt aber auf der alten Platte auf, so daß die Durchbiegung der neuen Decke bis zu dem Moment behindert wird, wie die alte noch trägt. Eine weitere Rolle spielt hierfür auch eine Verzahnung der alten mit der neuen Decke mit. Je mehr Verzahnung um so mehr ein Verbund zwischen beiden Decken (Prinzip Holzbau, verdübelter Balken). Bei einer Verbundwirkung beider Decken würde ihre neue Bwehrung in Richtung Nullinie rutschen und somit nicht mehr den Erfordernissen entsprechen. Als Empfehlung würde ich eine Gleitfolie zwischen beiden Decken legen lassen (2x PE-Folie)und das nom c um einen gewissen Betrag erhöhen. Dies alles natürlich nur vorausgesetzt das angrenzende Mauerwerk, die Stürze usw. übernimmt die Lasten.<br />
<br />
Mfg Lüttich
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
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