Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Umbau-Deckenlast-Bodenheizung

Umbau-Deckenlast-Bodenheizung 02 Sep 2002 20:05 #134

  • Uwe
  • Uwes Avatar
Hallo!

Ich bin zwar kein Statiker, sondern Architekturstudent im 4.Semester. Ich hoffe ich bekomme troztdem eine Antwort.
Ein guter Bekannter von mir hat vor kurzem ein Haus (Baujahr 1914 geerbt) er möchte dieses nun Umbauen und hat mich schon mal vorabgefragt was ich zu seinen Vorstellungen meine, befor er einen Architekten einschaltet.

Hierbei ist mir aufgefallen, daß
die Decke über dem EG ist eine Holzbalkendecke mit einem Dielenboden ca. 20 mm und Schlackefüllung. Achsabstand teilweise bis 90 cm Breite 20 Höhe 18(Zahlen sind richtig).
max Spannweite ist ca. 5.0 m
Er möchte dort unbedingt eine Fußbodenheizung einbauen. Bin jedoch skeptisch ob der Boden die zusätzliche Last (z.B. eines Gußasphalts) trägt.
Alternativ wäre wohl ein HeizTrockenestrichsystem (von dem waren meine Profs. in den Vorlesungen auch net begeister, wäre zu aufwendigund zu teuer).
Hab vor kurzem mal was von thermo-bzw. Leichtbeton gehört. Ist es möglich hierduch die Tragfähigkeit der Decke im Vebund mit den Holzbalken zu erhöhen um eine Normalen Heizestriche (Anhydrit oder ähnliches einzubringen)?? Und wie siehts mit den Kosten aus? Wie ihr wisst ist das Geld ja immer Mangelware.

Für Eure/Deine Bemühungen Bedanke ich mich schon im voraus.

Grüße Uwe
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Umbau-Deckenlast-Bodenheizung 03 Sep 2002 07:00 #135

  • Dipl.-Ing. T. Paczulla
  • Dipl.-Ing. T. Paczullas Avatar
Hallo Uwe,

eine Holzbalkendecke mit dieser Spannweite und den von dir angegebenen Profilwerten hat eine Tragfähigkeit von nur ca. 240 kg/m² bezogen auf den maximalen Balkenabstand von 90 cm. Zusammen mit den noch zu überprüfenden Auflagerdrücken (Aufagertiefe ?) und der Frage nach der gerade bei diesen Altbauten zu kontrollierenden Balkenköpfen (Feuchteschäden ?) wird wohl eine ausreichende Tragfähigkeit ohne Verstärkungen nicht zu erzielen sein. Bist du die sicher daß die Träger als Einfeld- und nicht als Durchlaufsysteme verlegt sind ? Dies würde die aufnehmbaren Lasten entsprechen erhöhen.
Eine Verstärkung in Form einer Verbunddecke ist natürlich möglich, beeinhaltet aber auch relativ große Kosten. Die einfachste Möglichkeit ist die Verstärkung der Decken durch die Zualege einer zusätzlichen Balkenlage. Also Halbierung bzw. Drittelung der vorhandenen Balkenabstände. Dies macht natürlich eine Öffnung der Deckenbereiche erforderlich. Gerade bei einer Schlackenfüllung ist dies meist nur bei einem noch nicht bewohnten Haus durchführbar (sehr viel Dreck).
Prinzipiell sollte zur Beurteilung der Situation möglichst kurzfristig ein Statiker hinzugezogen werden, um das weitere Vorgehen nicht in eine falsche Richtung laufen zu lassen.

mfg
Torsten Paczulla
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
  • Seite:
  • 1