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THEMA: Solarthermische Simulation

Solarthermische Simulation 22 Jul 2013 20:51 #48856

Hallo Kollegen,

ich habe da eine Frage. Bei der Bearbeitung eines Wärmeschutznachweises wurde mir vom Heizungsbauer eine solarthermische Simulation vorgelegt und nun stellt sich mir die Frage wie ich diese in den Nachweis implementiere. Der Bedarf Qtw beträgt 4683 kWh/a (12,5*374,7m²) gemäß EnEV und mir wurde eine Simulation mittels Berechnungsprogramm von Junkers mit einem Bedarf von 1995 kWh/a vorgelegt. Daraus ergeben sich natürlich auch unterschiedliche Deckungsanteile wenn man eine solarthermische Unterstützung des Warmwasser berücksichtigt. Gemäß EnEV/DIN 4701 liegt man bei rund 51% und in der Simulation bei rund 69%. Wie kann ich nun aus der Simulation Werte entnehmen die mit den Vorgaben der EnEV zusammen passen? Vielleicht hat auch jemand auch nur einen Link zu etwas erläuterndem. Oder ist die ganze Simulationrechnung für die Katz solange nicht die Vorgaben der EnEV eingetragen werden und im Nachgang "nur" nachgewiesen wird das der Lieferant es mit kleineren Flächen die Grenzwerte der EnEV erreichen kann.
Vielen Dank für die Mühe im voraus.

Gruß
Stefan
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Solarthermische Simulation 23 Jul 2013 07:37 #48857

Also bei "EnEV Wärme&Dampf der Rowa-Soft GmbH" kann der anlagenspezifische Deckungsgrad manuell angegeben werden und wird dann dementsprechend bei der Ermittlung von Q_p berücksichtigt.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Solarthermische Simulation und EnEV - VORSICHT 24 Jul 2013 08:31 #48861

Moin,
auf keinen Falll die Simualtionswerte für den EnEV-Nachweis übernehmen.
Denn dabei handelt es sich um einen öffentlich-rechtlichen Nachweis und der hat seine eigenen Rahmebedingungen. Den Bedarf zu reduzieren (z.B. nach Anzahl Personen) ist sicherlich unzulässig. Auch wenn die EnEV-Koppelung an die Nutzfläche zunächst merkwürdig erscheint, so ermöglicht sie dadurch den Vergleich von Gebäuden.
Klar, die Software ist geduldig, und amtlich sieht es auch aus mit falschen nachträglich geänderten Deckungsgrad.
Was im Rahmen des Nachweises natürlich geht, ist die Berücksichtigung produktspezifischer Werte auch bei den Solarkollektoren (z.B. durch die Übernahme aus der VDI-Datenbank).
Die Apperaturflächen bei der genauen Ermittlung sind in der Regel deutlich geringer als die vereinfachende Vorgabe durch das EEWärmeG, das lohnt sich schon.

Die Simulation des Heizungsbauers bleibt natürlich trotzdem interessant, weil diese die wirklichen Verhältnisse besser berücksichtigen kann und damit zu einer sinnvollen Auslegung der Anlage führt. Der tatsächliche Bedarf gerade in großen Einfamilienhäusern ist deutlich geringer als der über die AN ermittelte gemäß EnEV, da die Anzahl der Familienmitglieder in der Regel nicht proportional mit dem beheiztem Volumen wächst.
Letzte Änderung: 24 Jul 2013 08:33 von statikmoeller.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Solarthermische Simulation 24 Jul 2013 21:36 #48863

Hallo nochmals Kollegen,

vielen Dank für die ausführliche Antwort von dir Statikmoeller, ich habe nun von der Fa. Junkers eine Antwort hierzu erhalten die sehr ähnlich klingt. Also die Bedarfswerte werden gemäß der EnEV mit den Klimawerten für "Deutschland" ermittelt und den Werten aus den realen Produktwerten, sowie den realen Solarwerten des Standorts gegenüber gestellt. Daraus ergeben sich natürlich für einige Orte in Deutschland (z.B. Freiburg) deutliche Vorteile auf der Einstrahlungsseite, welche mit kleineren Flächen abgedeckt werden können. Alles andere bleibt wie im normalen Nachweis. Es ist schon wie statikmoeller gesagt hat, die EDV ist geduldig, aber wenn man einen Nachweis führt sollte er schon in alle Schubladen passen.
Vielen Dank für eure Mühe.

Gruß
Stefan
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