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THEMA: Energiepass Altbau,tatsächlicher Heizbebdarf

Energiepass Altbau,tatsächlicher Heizbebdarf 21 Feb 2006 11:26 #13346

Hallo forum,

Wer kann mir sagen, warum bei Berechnungen von Altbauten auch mit guten ENEV Berechnungprogrammen (zB bauphysik Studio) der errechnete Heizwärmebedarf Ht
immer wesentlich größer ist als der tatsächlich messbare an der Gasuhr ?

Sind die 42 cm Ziegelwände doch besser als der theoretische U-Wert ?
Weiß jemand den "Schalter" den ich vergessen habe umzulegen ?
Der Keller ist meist unbeheizt, die Kellerdecke eine Stahlträger-Betondecke.

Der Verbrauch nach ENEV Berechnung liegt bei schlechtgedämmten
Altbauten teilweise doppelt so hoch wie der tatsächliche Verbrauch.

Wie soll ich das dem Bauherrn erklären ?

Vielen Dank für gute Tips !
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ReEnergiepass Altbau,tatsächlicher Heizbebdarf 21 Feb 2006 11:51 #13347

Hallo,

die EnEV geht von standartisierten Randbedingungen aus 19°C Innentemperatur (in allen Räumen) bestimmte Anzahl von Heiztagen usw.

Um den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln, muss du das Nutzerverhalten analysieren.

- Wird jeder Raum wirklich durchgehend beheizt (auch Schlafzimmer und HWR usw.)
- Wird den ganzen Tag geheizt, oder wird die Heizung tagsüber, wenn die Bewohner zur Arbeit sind abgeschaltet.
- Wie wird gelüftet
- Fahren die Bewohner z.B immer am Wochenende weg o.ä.
- Wer badet / duscht wie oft mit wem

usw...

Zur ersten Annäherung kann man die durchschnittliche Temperatur mal anpassen..
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ReEnergiepass Altbau,tatsächlicher Heizbebdarf 21 Feb 2006 12:12 #13350

Hallo FRANKNA !
Wie Hauke schon sagt, liegen der Rechnung standardisierte Randbedingungen zu Grunde.
Wichtig: Die im EnEV berechneten Grössen, sind wirklich nur Rechengrössen.
Sie sind nur zum Vergleichen der Bauten geeignet - kein Nutzer wird sich an die Normrandbedingungen der EnEV halten können (Lüften, Einhaltung der Innentemperaturen und Luftfeuchte usw) und auch das Wetter (Aussentemperaturen) am Standort lässt sich nicht in Normen zwingen.
Abgesehen davon könnte ich mir schon vorstellen, dass es zumindest zum Teil an den 42cm Ziegelwänden liegen könnte, da diese früher nicht unbedingt durchgemauert, sondern mit Hohlraum (Pfusch am Bau) gemauert wurden. Die U-Werte der vorhandenen Konstruktion können meist nur unzureichend angegeben werden.
......beschwert sich von den Bauherren denn jemand, wenn die Gasrechnung geringer als angenommen ausfällt ???
Gruss Hans
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ReEnergiepass Altbau,tatsächlicher Heizbebdarf 21 Feb 2006 15:04 #13372

Hallo Hans, hallo Hauke,

vielen Dank für die schnellen Antworten !
Das die Randbedingungen normiert sind ist mir klar, aber 100 % Abweichung halte ich einfach für zu viel.
Wie sehen denn bei euch die Abweichungen aus ?
Gibt es auch Abweichungen nach unten, dh der ENEV Verbrauch (bei älteren Häusern) ist niedriger als der tatsächliche Verbrauch ?
Ich habe häufig städtische Häuser in Köln (warmes Wetter, Einzelpersonen, die wenig zu Hause sind, das macht schon was aus)
Mein Problem ist das Unverständnis bei Eigentümern , wenn das Haus dann in Energieklasse D oder E zu finden ist, obwohl es doch wesentlich besser ist als berechnet.

V.G. FrankNa
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ReEnergiepass Altbau,tatsächlicher Heizbebdarf 23 Feb 2006 18:02 #13431

Hallo Frank,
ich weiß nicht wie bei euch in Köln üblicherweise gebaut wurde. Hier gibt es bei Siedlerhäusern aus den 1920 bis 1940ern häufig einen Wandaufbau 12cm Vollziegel - 12 cm Luftschicht - 12cm Vollziegel (+Putz). Das Dämmt natürlich besser als 38cm Massiv.
Grüße aus Berlin
Florian Muthmann
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www.muthmann-berlin.de
Tel 030 - 859 670 55
Fax 030 - 859 670 54
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ReEnergiepass Altbau,tatsächlicher Heizbebdarf 23 Feb 2006 19:55 #13435

Hallo Florian.

Es handelt sich speziell um ein 4-geschossiges Haus mit Hinterhaus und allem trara aus der Zeit vor 1900. die wurden ab EG meisten mit 49 cm Vollziegel gemauert, das ist in Berlin aber auch so, denn sonst kriegt man die Lasten gar nicht runter.
Also kein 1 oder 2 Familienhaus !

Aber Danke für den Tip !

MFG Frank
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