Recht

Newsletter zum Architektenrecht Teil 3

Thema 3: Haftungsrecht / Bauüberwachung und Haftung des Architekten

 

Die Objektüberwachung, LPH 8 des § 15 Abs. 1 HOAI macht den größten Anteil des Honorars beim Architektenvertrag aus ( z.B. bei Gebäuden 31%). Gleichzeitig ist sie für den Architekten jedoch auch sehr haftungsträchtig. Wenn Baumängel auftreten, werden Architekten immer häufiger, neben dem ausführenden Bauunternehmer als Gesamtschuldner wegen Fehler bei der Bauaufsicht in Anspruch genommen.

Newsletter zum Architektenrecht Teil 2

Thema 2: Honorarrecht/ Prüffähigkeit der Honorarschlussrechnung

 

Bekanntermaßen wird das Architektenhonorar gem. § 8 HOAI fällig, wenn die Leistung vertragsgemäß erbracht ist und eine prüffähige Honorarschlussrechnung überreicht wird.

Folgende Mindestangaben gehören zur Prüffähigkeit einer Honorarrechnung:

 

·             Leistungsbild

·             Honorarzone

·             Gebührensatz

·             Anrechenbare Kosten gem. § 10 HOAI nach DIN 276 i.d.F. April 1981

·             Erbrachte Leistungen

·             Vom – Hundertsätze

·             Etwaige Honorarzuschläge

·             Umsatzsteuer

·             Erhaltene Abschlagszahlungen

Newsletter zum Architektenrecht Teil 1

Thema 1: Verträge mit Kommunen / Schriftformerfordernis

Als Architekt kennt man die Notwendigkeit, am Bau alles schriftlich zu dokumentieren und alle Vereinbarungen nur schriftlich zu treffen.
Zum einen werden Architekten, die ja eine Berufshaftpflichtversicherung haben, wegen Baumängel immer häufiger in Anspruch genommen. Wehe dem, der dann z.B. im Rahmen der Bauüberwachung kein Bautagebuch geführt hat. Auch der Architekt, der schon mal im Rahmen eines Honorarprozesses ein von den Mindestsätzen abweichendes Honorar eingefordert hat, weiß, dass dies ohne vorherige schriftliche Vereinbarung wegen § 4 HOAI ohne Erfolg bleibt. Aber zumindest ist in den vorbeschriebenen Fällen die Wirksamkeit des Vertragsverhältnisses an sich, nicht berührt. Auch ein mündlicher Vertrag ist - wenngleich nicht ratsam – wirksam zustande gekommen.

Bauvertrag; Sicherheiten für den Auftragnehmer nach § 648 BGB und § 648a BGB

Welche Möglichkeiten gibt es für den Bauunternehmer, Architekten, Sonderfachmann, um seine Werklohnforderung, Honorarforderung im Rahmen eines Bauvorhabens abzusichern und durchzusetzen? Natürlich kann der Auftragnehmer unter den Voraussetzungen des § 632 a BGB oder § 16 Nr.1 Abs. 1 VOB/B Abschlagszahlungen oder bei entsprechender Vereinbarung Vorauszahlungen (vgl. § 16 Nr. 2 VOB/B) verlangen.

Hier soll aber die Sicherungshypothek des Bauunternehmers § 648 BGB und die wichtigere Bauhandwerkersicherung § 648 a BGB kurz vorgestellt werden.